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Eröffnung des Naturparkzentrums in Zaberfeld des Naturparks Stromberg-Heuchelberg am 15. Mai 2009
Der Start in eine neue Ära der Naturparkarbeit ist erfolgt. Rund 100 geladene Gäste nahmen an der offiziellen Einweihungsfeier für das neue Naturparkzentrum am 15. Mai in Zaberfeld teil. „Wie ein Schaufenster der Region zeigt das Infozentrum mit seiner Erlebnisschau, was der Naturpark Stromberg-Heuchelberg zu bieten hat“, freute sich Naturparkvorsitzender Andreas Felchle in seiner Einführung.
Mit dem neuen Naturparkzentrum gehe der langgehegte Wunsch des Naturparkvereins nach einer zentralen Anlaufstelle für Besucher und Bevölkerung der Naherholungslandschaft zwischen Bretten und Brackenheim in Erfüllung, so Felchle. Ziel des Zentrums sei es, Besuchern und Bevölkerung ein Gefühl für die Landschaft zu vermitteln, zu zeigen, dass der Stromberg-Heuchelberg landschaftlich, ökologisch und kulturell etwas Besonderes und Schützenswertes ist.
Der Vorsitzende betonte vor allem die einzigartige Lage des Naturparkzentrums mitten in der Natur: „Wie bei keinem anderen vergleichbaren Zentrum lassen sich hier in Zaberfeld mit einen Rundblick aus den großen Panoramafenstern alle Landschaftselemente erfassen, die den Naturpark ausmachen: Wälder, Wein, Wiesen und Wasser.“
Mit der Realisierung des Naturparkzentrums innerhalb eines Jahres zwischen erstem Spatenstich und Einweihung sei ein personeller und finanzieller Kraftakt gelungen, für den Felchle allen Beteiligten seinen Dank aussprach. Die Aufteilung der Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen € auf mehrere Schultern habe schließlich die Realisierung dieses Großprojektes ermöglicht: Übernahme der Baukosten durch die Gemeinde Zaberfeld, Sonderumlage der Mitgliedsgemeinden für die Finanzierung der von Milla & Partner konzipierten Ausstellung, Fördergelder aus Naturpark- und Tourismusförderung des Landes, kofinanziert durch Glücksspirale und Europäische Union. Insbesondere die Gemeinde Zaberfeld habe sich mit dem Bau und der Finanzierung des Gebäudes stark eingebracht. Trotz allen Engagements der öffentlichen Hand wäre die Realisierung des Projektes ohne Sponsoren nicht machbar gewesen. Mit der Konzeption und Finanzierung einer Fotovoltaikanlage und einer Geothermieanlage habe sich insbesondere die EnBW maßgeblich eingebracht und neben den finanziellen Vorteilen die Realisierung eines zukunftsweisenden Energiekonzeptes für dieses landschaftlich sensibel gelegene Gebäude ermöglicht.
Mit mehr als 1 Million Menschen im Umkreis von 30 PKW-Minuten um den Naturpark habe die Region ein großes touristisches Potenzial und zugleich eine Verpflichtung als Ausgleichsraum, sowohl ökologisch als auch für die Menschen der umliegenden Ballungsräume – das neue Naturparkzentrum bilde für die Erreichung dieser Ziele einen Leuchtturm.
Bürgermeister Thilo Michler bezeichnete das Naturparkzentrum als Highlight für den Naturpark und ganz besonders für die Gemeinde Zaberfeld. Nicht nur als Bürgermeister der Gemarkungsgemeinde halte er den Standort an der Ehmetsklinge, mitten im Naturpark, mitten in der Natur, für optimal. Wo sonst werde der Geschäftsführer eines Naturparks morgens von einem Reh begrüßt, das keine 50 Meter vom Naturpark entfernt auf den Wiesen rund um das Infozentrum auf Nahrungssuche geht. „Wir müssen hier die Natur nicht nachbauen, sie wird für Besucher, insbesondere für Schulklassen oder Familien, unmittelbar erlebbar“, so Michler.
Ministerialdirektor Dr. Albrecht Rittmann vom Ministerium Ländlicher Raum bezeichnete Baden-Württemberg als „das Naturparkland“ in Deutschland, mit sieben Naturparks auf einem Drittel der Landesfläche, darunter der größte Naturpark Deutschlands. Die umweltpädagogisch wertvollen Naturparkzentren böten fundiertes Wissen über ihre herausragenden Naturräume, ganz besonders an die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Familien gerichtet. Dass mit dem Naturparkzentrum im Stromberg-Heuchelberg der siebte und letzte Trittstein im Land gesetzt sei, erfülle mit Stolz und Freude.
Der Leiter des EnBW-Regionalzentrums Schwarzwald-Neckar, Thomas Miksa, stellte im Zusammenhang mit dem Engagement der EnBW im Naturparkzentrum den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen in den Mittelpunkt. Die nachhaltige Nutzung der Erdwärme und der Sonnenenergie zur Beheizung des Naturparkzentrums und zur Stromerzeugung stünden exemplarisch für die Bemühungen der EnBW bei der Zukunftsvorsorge für eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftliche Energieversorgung. „Für jeden Euro, den wir in konventionelle Stromerzeugung investieren, werden wir einen Euro in regenerative Erzeugung investieren“, zitierte Miksa den EnBW-Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Villis und verwies auf die Einsparung von 2,8 to Kohlendioxid durch die Fotovoltaikanlage auf dem Naturparkzentrum seit ihrer Inbetriebnahme im Herbst 2008.
Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Naturparke Bernhard Drixler, gleichzeitig Geschäftsführer im Naturpark Schwäbisch-Fränkischen Wald, überbrachte Grußworte des Dachverbandes und die besten Glückwünsche der sechs weiteren baden-württembergischen Naturparke, welche insgesamt 1/3 der Landesfläche einnehmen. „Das neue Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg wird dazu beitragen, dass die eindrucksvolle landschaftliche Vielfalt des Naturparks, die in seinem Leitmotiv „Wein. Wald. Wohlfühlen“ ihren Ausdruck findet, durch den Dreiklang von „Wissen. Wahrnehmen. Wertschätzen“ bei den Besuchern ergänzt wird“, so die Botschaft des Naturparkvertreters. Symbolisch überreichte er dem Vorsitzenden Felchle ein handgefertigtes Spenden- und Glücks-Wildschwein.
Naturpark Stromberg-Heuchelberg e. V.
Naturparkzentrum - Stausee Ehmetsklinge
Geschäftsführer Dietmar Gretter
74374 Zaberfeld
Tel. 07046/884815
Fax 07046/884816