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Citrusbockkäfer - Neuer Schädling an importierten Zierpflanzen


Neuer Schädling an importierten Zierpflanzen

 

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg bittet die
Bevölkerung um Mithilfe

In importierten Fächerahornbäumen (Acer palmatum) versteckt sich ein Schädling, der nicht nur in seiner asiatischen Heimat gefürchtet wird: der Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis).

 

Merkblatt der Biologischen Bundesanstalt

Neben Zitrusbäumen befällt er auch Laubbäume und kann
diese im schlimmsten Fall vollständig zum Absterben bringen. Der im Dezember 2007 von China über die Niederlande eingeschleppte Käfer befindet sich in Pflanzen, die in Filialen einer großen Discounterkette sowie in Gärtnereien, Baumschulen, Bau- und Heimwerkermärkten und Gartencentern verkauft werden. Er ist 21 - 37 mm groß, auf seinem glänzend schwarzen Rücken sind deutlich weiße Punkte zu erkennen, seine auffallend langen Fühler sind schwarz-hell gestreift.


Bisher ist der Schädling in zwei Bundesländern aufgetreten, in Baden-Württemberg ist noch kein Fall bekannt. Es ist jedoch zu befürchten, dass der seitens der EU meldepflichtige Quarantäneschädling schon weitere Regionen erreicht hat. Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg bittet deshalb die Bevölkerung dringend um Mithilfe bei der Bekämpfung des leidigen Einwanderers.

 

Befallene Bäume sind häufig erst an den großen runden, meist nahe der Wurzel
gelegenen Ausschlupflöchern des Käfers mit einer ungefähren Größe einer 1-Cent-Münze zu erkennen. Ein weiterer Hinweis auf den Schädlingsbefall sind Käfer, die sich aus den Wurzeln der Pflanze herausbohren. In anderen Fällen sind vor dem Schlupf des Käfers Bohrspäne zu finden. Jetzt ist seine Hauptflugzeit.

 
Kunden, die seit Anfang Mai eine Ahorn- oder Bonsai-Pflanze erworben haben,
sollten mehrmals wöchentlich ihre Pflanze untersuchen und sich bei Verdacht auf Befall unverzüglich an eine der folgenden amtlichen Stellen zu wenden:

- Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Außenstelle Stuttgart, Tel.: 0711 / 6642 - 465 oder - 400


- Pflanzenschutzberater an den regional zuständigen Landratsämtern

- den Pflanzenschutzdienst in den regional zuständigen Regierungspräsidien
- Karlsruhe, Tel.: 0721 / 926 - 3707
- Stuttgart, Tel.: 0711 / 904 - 13001
- Freiburg, Tel.: 0761 / 208 - 1207
- Tübingen, Tel.: 07071 / 757 - 3320

- Forstliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt in Freiburg,
Tel.: 0761 / 4018 - 220

Wird der Befall bestätigt, muss der komplette Baum mit Topf und Wurzel in einem stabilen Müllsack gut verschlossen werden. Dies ist die einzige Möglichkeit, um unsere heimischen Laubbäume vor dem Schädling zu schützen.
Weitere Informationen und ein Merkblatt mit Abbildungen gibt es unter:
www.jki.bund.de