Jetzt wird es nur noch wenige Tage dauern und der erste Bärlauch steht erntereif im Wald.
Bärlauch kommt in der freien Natur hauptsächlich in Auewälder, Laub- und Mischwäldern, sowie Parkwäldern vor. Er liebt hauptsächlich einen nährstoffhaltigen, humosen Boden . Der Standort sollte schattig sein. Bei uns wird der Bärlauch in den nächsten Tagen erscheinen; bevorzugt an feuchten bis frischen Stellen. So nützt der Bärlauch geschickt die Zeit bevor der Laubwald seine Blätter austreibt um Sonne und Niederschlag für sich allein zu nutzen. Er wird jedoch ebenso im Juni soziales Verhalten an den Tag legen, wenn er selbst verschwindet und anderen Blütenpflanzen Platz macht.
Der Bärlauch gehört zur Familie der Liliengewächse und wird im Volksmund „wilder Knoblauch“ genannt. Er hat maiglöckchenähnlich, hellgrüne Blätter. Achtung: Maiglöckchenblätter sind sehr giftig, deshalb im Zweifelsfall Blätter zwischen den Fingern zerreiben. Intensiver Knoblauchgeruch identifiziert den Bärlauch eindeutig!
Die Hauptblütezeit des Bärlauchs ist der Monat Mai – dann sind die Blätter auch schon nicht mehr schmackhaft. Die beste Qualität erntet man hauptsächlich mit den jungen Blättern, geeignet als Wildgemüse, für Suppen oder als Gewürz.
Durch seinen ätherischen Öle und seine Wirkstoffe ist der Bärlauch sehr gesund. Dies wussten auch seine Namensgeber, die alten Germanen schon sehr gut. Die gesunde Wirkungsweise wird von Experten noch höher angesehen als beim Knoblauch. Entscheidender Vorteil ist, dass der Bärlauch nicht zu so starken Ausdünstungen führt, wie der echte Knoblauch.
Bärlauch in der Küche, dazu gibt es reichhaltige Servier- und Zubereitungsrezepte. Im Internet z.B. unter www.baerlauch.net/rezepte.html
Bedenken werden oft geäußert, das Sammeln von Wildkräutern, Pilzen u.a. sei zu gefährlich wegen des kleinen Fuchsbandwurmes. Dazu ist zu sagen, dass Gemüse aus Freilandgärten oder Früchte von Feldplantagen ähnliche Gefahren darstellen, ja selbst in den Städten ist der Fuchs alltäglich. Zusätzliche Sicherheit geben das Waschen der Wildfrüchte bzw. des Wildgemüses. Noch besser ist das Kochen – dagegen nützt die Tiefkühltruhe nichts.