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Planst du ein Jahr, so sähe Korn. Planst du ein Jahrtausend, so pflanze Bäume.
- Kuan Chung, chinesischer Minister -
Der Wald spielte für die Menschen schon immer eine wichtige Rolle. Ursprünglich versorgte er sie mit Nahrung, Brennholz, Werk- und Baustoffen, lieferte Futter für ihre Haustiere. In der Vergangenheit stand seine wirtschaftliche Funktion im Vordergrund. Der verbliebene Wald ist also kein unberührter Urwald mehr. Er ist Kulturlandschaft – ein von Menschen geprägter Wirtschaftswald.
Die vielfältige Nutzung des Waldes führte schon im 13.und 14. Jahrhundert zu einer zunehmenden Holzknappheit und der Wald nahm 50% seiner heutigen Ausdehnung ein. Alle übrigen Flächen dienten zum Ackerbau und zur Weide. Im 16. Jahrhundert entstanden die Anfänge einer geregelten Forstwirtschaft (z.B. württembergische Forstordnung von 1514). Mit einer Zunahme der Bevölkerung im 16. und 17 Jahrhundert war die Nutzung des Waldes stark angestiegen, was den Anstoß zu einer wissenschaftlich begründeten Forstwirtschaft gab. Im 19. Jahrhundert begannen die ersten intensiven Wiederaufforstungsversuche. In den Revolutionsjahren um 1848 wurden nochmals viele Waldungen verwüstet und ausgedehnte Heidegebiete entstanden. Ab 1850 erlebte die Forstwirtschaft einen beträchtlichen Aufschwung und auf großen Flächen entstanden ertragreiche Wälder.
Heute leistet der Wald neben der reinen Holznutzung wichtige Beiträge zum Wasser- und Erosionsschutz, zum Klimaausgleich, zur Luftreinhaltung, als Sauerstoffproduzent und Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Eine besondere Bedeutung kommt dem Wald in seiner Erholungsfunktion für uns Menschen zu.
In weiten Teilen des Naturparks finden wir noch weitgehend naturnahe und standorttypische Mischwälder aus Fichte (45% Flächenanteil), Buche (18%), Eiche und sonstigen Laubbäumen (15%), Tanne (12%), Kiefer, Douglasie und Lärche (10%). Die Fichte und Kiefer wurden als rasch wachsende Bäume ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zur Aufforstung genutzt.
Der besondere Ausflugstipp:
Römersee bei Murrhardt am Riesberg oder weitere bei Gschwend, Backnang, Löwenstein, Oberstenfeld und Waldenburg oder das Arboretum bei Sulzbach.
Wege zu Waldlehrpfaden mit Wanderwalter