|
Wir müssen nicht glauben, dass alle Wunder der Natur
nur in anderen Ländern und Weltteilen seien.
Sie sind überall. Aber diejenigen, die uns umgeben,
achten wir nicht, weil wir sie von Kindheit an täglich sehen.
- Johann Peter Hebel (1760-1826) -
Naturparke sind großräumige Gebiete, die überwiegend aus Landschafts- oder Naturschutzgebieten bestehen und sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzung für die Erholung besonders eignen und die ihrem Erholungs- und Schutzzweck entsprechend geplant, gegliedert, erschlossen und entwickelt werden. Die heute mehr als 90 Naturparke in Deutschland nehmen etwa 24% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ein.
Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald umfasst mit einer Fläche von rund 900 km² den Raum zwischen den Städten Backnang, Heilbronn, Öhringen, Schwäbisch Hall, Gaildorf, Lorch und Schorndorf. Hier leben ca. 110.000 Menschen. Die Höhenlage reicht von 200 m ü. NN im Sulmtal bis 586 m bei Gschwend und Großerlach. Die Klimatönung variiert vom milden Weinbauklima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur um 9° C und 800 mm Jahresniederschlag bis zum kühlfeuchten Reizklima (7,5°, 1100 mm) in den Hochlagen.
Das Naturparkgebiet erstreckt sich auf sechs Landkreise: Rems-Murr-Kreis, Landkreis Schwäbisch Hall, Landkreis Heilbronn, Hohenlohekreis, Ostalbkreis und Landkreis Ludwigsburg. Alle am Naturpark flächenmäßig beteiligten Gemeinden und Landkreise sind Mitglied im Verein „Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald e.V.“
Das grüne, waldreiche Herz des Naturparks bilden die fünf Naturräume: Welzheimer Wald im Süden, Murrhardter und Mainhardter Wald im Zentrum sowie Löwensteiner und Waldenburger Berge im Norden.
Am westlichen und nordwestlichen Rand des Naturparks bestimmen steile Weinberglagen am Keuperstufenrand das Landschaftsbild. Ausgedehnte Hochebenen, langgestreckte Tallagen und bewaldete Steilhänge charakterisieren den inneren Schwäbisch-Fränkischen Wald. Ein Mosaik aus Äckern, Wiesen, Weiden, Wäldern und Seen bestimmt das Landschaftsbild. In diesem liegen verstreut Höfe und Weiler, Schafweiden, orchideenreiche Feuchtwiesen in den Talauen und Streuobstwiesen an den Hanglagen. In den Seitentälern findet man schluchtartige Tobel und Klingen mit kleinen Wasserfällen, wie z.B. im Hörschbach-, Fischbach-, Götzenbach- und im Wieslauftal.