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Nach vielen Monaten Holzerntearbeiten im Wald beginnen jetzt wieder die Pflanzarbeiten.
Momentan sind die Forstwirt-Auszubildenden damit beschäftigt in der Pflanzschule beim Forstlichen Stützpunkt Pflanzen auszuheben.
Die Buchen z.B. haben 1 Jahr als Sämling und 2 Jahre als verschulte Pflanze (mit dem größer werden braucht die einzelne Pflanze mehr Platz) im geschützten Raum der Pflanzschule zugebracht. Jetzt werden sie ausgehoben, nach Qualitäten sortiert, denn nur Pflanzen mit gut ausgeprägter Wurzel und gutem Sproß können im Freiland überleben.
Aufgetürmte Reisigmengen und wuchernde Brombeeren machen zum Teil umfangreiche Vorarbeiten im Wald notwendig. Die Pflanzreihen werden mit dem Freischneidegerät freigemäht.
Jetzt müssen die Pflanzen erst mal den „Verpflanzungsschock“ verdauen. Dadurch, dass ihre Wurzeln in der Pflanzschule aus der gewohnten Umgebung erntfernt wurden, müssen sie hier im Wald erst mal Fuß fassen. Erst wenn die feinen Faserwurzeln wieder eine Wasseraufnahme ermöglichen und die dickeren Wurzeln der Pflanze wieder Stabilität verleihen, kann die Pflanze wieder loswachsen.
Hier in der rauhen Natur muss die Pflanze auch vor Verbiss durch das Rehwild und das Fegen des Rehbocks geschützt werden. Deshalb wird von den Forstwirten mit „Fegespiralen“, „Drahthosen und Rauhgipfeln“ vorgebaut. Mit diesen Mitteln werden den Rehen Attacken auf das edle Gehölz erschwert.
Regnerisches Wetter und gedämpfte Temperaturen sind im Übrigen ideale Bedingung dafür, dass möglichst viele Pflanzen erfolgreich anwachsen und damit die nächste Waldgeneration begründen.
In Zeiten von naturnaher Waldwirtschaft werden nur noch wenige junge Bäumchen in den Wald gepflanzt. Im hiesigen Raum haben wir ein riesiges Angebot an natürlicher Verjüngung: Die Buche und Eiche mit ihren „Aufschlagssamen“ sind bei weiterer Verbreitung auf Botendienste des Eichelhähers oder Eichhörnchens angewiesen. Da haben es der Ahorn oder Birke schon leichter, sie lassen sich einfach vom Wind in fast jeden Winkel tragen.