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Römer


„Wer wollte schon Italien verlassen und Germanien aufsuchen?

Das Land ist ohne Reiz und rau im Klima, trostlos für

den Bebauer wie für den Beschauer.“

- Tacitus in seiner „Germania“ 98 n. Chr. -

Der Einfluss der Menschen auf die Naturlandschaft beginnt mit dem Wandel vom Jäger und Sammler zum sesshaften Viehzüchter und Bauern.

Sogar die Ackerbauern der Bronzezeit und die Kelten der Hallstattzeit mieden zum größten Teil die Wildnis der Wälder des Naturparks und nutzten die ertragsreicheren Gebiete. Einzelne historische Funde zeugen jedoch von einer spärlichen Besiedlung. Das Wirken der Kelten lebt in den Namen der Flüsse Kocher und Jagst bis in unsere heutige Zeit fort.

 

Mit dem Einrücken der römischen Truppen um 150 n. Chr. beginnt der Wandel von der Natur - zur Kulturlandschaft. Die Römer intensivierten die Landwirtschaft durch neue Agrartechniken und neue Anbaupflanzen, z.B. die Weinrebe. Der Wald wurde gerodet und auf dem Land wurden Gutshöfe (Villae rusticae) errichtet.

 

Eine Besonderheit im Naturpark ist der Anfang des 1. Jahrhunderts begonnene Bau eines Grenzwalles – der Obergermanische Limes. Dieser sollte in erster Linie das eroberte Gebiet gegen germanische Stämme sichern. Entlang dem Limes befanden sich in Sichtabständen Wachtürme, von deren Höhe aus man mit Licht- und Lautsignalen Nachrichten übermitteln konnte. Die Herrschaft der Römer ging im Naturpark um 260 n.Chr. zu Ende und germanische Stämme wie die Alamannen besiedelten das Land. Sie nutzten die schon bearbeiteten Flächen zum Anbau von Nutzpflanzen oder zum Bau von eigenen Häusern aus Lehm und Holz.

 

Um 497 n.Chr. wurden die Alamannen von den Franken besiegt. Fortan anerkannten sie die Oberhoheit der Franken. Es wurde eine neue Grenze zwischen dem alamannischen Herzogtum und dem fränkischen Königreich festgelegt. Diese verlief auf dem südlichen Höhenrücken parallel zum Murrtal. Die Siedlungstätigkeit der Alamannen und Franken kann anhand von Ortsnamen abgelesen werden und spiegeln sich in den Dialekten wieder. Endungen mit  -ingen  gehen auf alamanische Besiedelung, Endungen mit –heim oder –hausen auf fränkische Niederlassungen zurück.

 

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Der besondere Ausflugstipp:

Archäologischer Park Ostkastell in Welzheim, Rekonstruierte Wachtürme bei Großerlach (Grab), Lorch und Mainhardt, Römermuseum Welzheim, Mainhardt u.v.m.

 

externer Link folgtZu Museen, Wachtürmen, Archäologischen Stätten und Wanderrouten rund um das Thema Römer und Limes mit WanderWalter